"Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit"

Jahreshauptversammlung 2018

„Vilzing hat eine gesunde Feuerwehr“

Jahresversammlung der FFW Vilzing – Viele Beförderungen, starke Damen und Jugend

„Vilzing ist eine gesunde Feuerwehr. Des sieht ma selten, dass’s so gut läuft wie bei euch“, lobte Kreisbrandmeister Thomas Wittmann seine Vilzinger Kameraden bei deren Jahresversammlung im Gasthaus Eisenreich am Samstagabend. Und die Berichte von Kommandant und Vorstand zeigten wirklich, dass die FFW Vilzing in allen Bereichen sehr gut aufgestellt und außergewöhnlich aktiv ist.  Das schlug sich auch in einer großen Beförderungsaktion nieder, die nach der Festlegung von Dienstgradkriterien im Verein eine Menge Mitglieder in eine höhere Stufe katapultierte.
Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Vilzinger Laurentiuskirche, den Kaplan Pater Johannes zelebrierte und bei dem drei Jungfeuerwehrler die Fürbitten vortrugen, kamen die Feuerwehrler im Gasthaus Eisenreich zu ihrer Jahresversammlung zusammen. Dort begrüßte Vorsitzender Helmut Mühlbauer alle Mitglieder und dankte für die zahlreiche Teilnahme am Gottesdienst. Ein besonderer Gruß galt Fahnenmutter Agnes Mühlbauer, den Ehrenkommandanten Josef Bach, Max Brunner und Josef Stelzer, den Stadträten Klaus Kernbichl und Martin Stoiber sowie KBM a. D. Josef Früchtl und dessen Nachfolger KBM Thomas Wittmann.
Kommandant Andreas Lankes gab die Zahl der Vereinsmitglieder mit derzeit 307 an, davon sind 202 männlich und 105 weiblich, sechs Ehrenmitglieder hat die Feuerwehr. Zehn Einsätze bewältigten die Vilzinger Hilfskräfte, davon waren sechs Brände, aber auch Verkehrsunfälle oder ein Gasaustritt beim Kaufland in Cham. Außerdem erbrachten sie noch sieben freiwillige Leistungen, wie Verkehrsabsicherungen etwa beim Jahrtag der KuSK Vilzing, bei den Feuerwehrfesten in Chammünster und Gutmaning, bei Arber-Radmarathon oder dem Chamer Stadtlauf oder dem Martinszug des Kindergartens. 33 Personen beteiligten sich bei den Einsätzen, was zeigt, dass nicht nur eine kleine Gruppe der Mitglieder sich bei Notfällen einbringt. 
Insgesamt gebe es in der Vilzinger Wehr 37 Aktive sowie elf Atemschutzträger. Als aktiv gelten nur die Mitglieder, die mindestens ein- bis zweimal im Jahr sich an Übungen oder Einsätzen beteiligen. Diese würden auch bei Schadensfällen Versicherungsschutz bekommen und seien außerdem berechtigt, die Ehrenamtskarte zu beantragen. Am häufigsten nahmen an den Übungen Stefan Meier, der Kommandant selber und Agens Mühlbauer teil. Geübt wurde unter anderem die Kenntnis des Feuerwehrfahrzeugs und seiner Utensilien sowie der Funkverkehr. Bei einer Übung wurde die Löschwassersituation im Sandhölzl überprüft. Der dortige kleine Bach habe zwar durch Biber kleine Stauseen bekommen, aber das Wasser reiche zur Brandbekämpfung bei weitem nicht aus. Besonders, weil auch der Hydrant zu wenig Wasser liefert. Da müsse man nach einer anderen Lösung suchen. 
Bei der Aktionswoche der Feuerwehren waren die Vilzinger bei der Gemeinschaftsübung beim Hotel „Sonnenhof“ in Schlondorf dabei und waren in die Personensuche durch die Atemschutzträger sowie die Wasserzufuhr mittels Schlauchleitung eingebunden. Auch bei einer Gemeinschaftsübung in Zandt bei der Firma Zollner sowie einer beim neuen Seniorenheim in Wilting nahmen Vilzinger Feuerwehrler teil. Gesonderte Übungen absolvierten die Atemschutzträger. Stefan Meier habe den Gruppenführerlehrgang absolviert, außerdem seien dieser und Martin Meier zum Feuerwehrführerschein angemeldet. 
Im vergangenen Juni hat die FFW Vilzing die Kindergartenkinder aus Vilzing und Schachendorf in ihrem Gerätehaus empfangen und ihnen die Ausrüstung gezeigt. Beim kleinen Brandhaus durften die Kinder dann selber „löschen“, waren danach pitschnass, aber selig. Der krönende Abschluss war die Rückfahrt zum Kindergarten mit dem Einsatzfahrzeug, Martinshorn und Blaulicht. Eine Überraschung für die Vilzinger war die Anmeldung ihrer Wehr für die „Cold Water Challenge“ durch die Schachendorfer. Die Vilzinger kniffen nicht und Andreas Stelzer schwenkte ein paar von ihnen mit seiner großen Baggerschaufel im eiskalten Dorfweiher.
Ansonsten habe er sämtliche Kommandantenversammlungen besucht, wobei etwa beschlossen wurde, neue Einsatzkleidung für die Chamer Wehren anzuschaffen. Ein großes Thema im letzten Jahr war der Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Cham, der von einem Passauer Institut erstellt wurde und zu dem die Kommandanten detaillierte Fragebögen ausfüllen mussten. Der vorliegende Plan habe ihn in seiner Meinung bestätigt, dass die FFW Vilzing gut aufgestellt ist, aber untertags Probleme bei Einsätzen hat, die nötige Mannschaft zusammenzubekommen. Da sollten wirklich alle kommen, die vor Ort sind. 
Vereinsintern wurde festgelegt, welche Kriterien die Mitglieder erfüllen müssen, um einen bestimmten Dienstgrad zugesprochen zu bekommen, vom Feuerwehrmann, der Feuerwehrfrau bis zum Hauptlöschmeister. Zum Schluss dankte Kommandant Andreas Lankes allen aktiven Mitgliedern für ihre Bereitschaft, bei Einsätzen oder Übungen mitzumachen; den Feuerwehrführungskräften, und hier besonders KBM a. D. Josef Früchtl, für die jahrelange ausgezeichnete Zusammenarbeit; den beiden Jugendwarten Stefan und Martin Meier für ihre gute Arbeit. Die Übungspläne für dieses Jahr seien mit der Einladung zur Jahresversammlung an alle verschickt worden.
105 Mitglieder zählen die Vilzinger Feuerwehrfrauen, erwähnte zufrieden Frauenwartin Lena Irrgang. Und die sind recht agil. So nahm eine Gruppe an der Informationsveranstaltung des Kreisbrandmeisters zum Thema „Wie schütze ich mein Haus vor Einbruch und Diebstahl?“ teil. Das Maibaumaufstellen durch die Wehr wurde mit Gerätehausputzen und Kranzbinden vorbereitet und dann mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen und die Bedienung der Gäste unterstützt. Traurig stimmte der Tod von Claudia Lex, die in der Frauenriege eine große Lücke hinterlasse. 
Der Ausflug im November führte die 36 Teilnehmerinnen an zwei Tagen zum Wolfgangssee, wo Kultur und Natur sowie die lustige Gemeinschaft genossen wurden. Anfang Dezember wurde im Gasthaus Schierer in Schachendorf die Weihnachtsfeier gehalten und dann kamen schon die Vorbereitungen zum Weiberfasching in der DJK-Halle mit Tombola mit selbst gefertigten Preisen, einer Bar mit „sexy jungen Männern“ der Jugendfeuerwehr, dem „Original Bayerwald-Quintett“ sowie zwei umwerfenden Einlagen. Trotz Grippewelle war der Ball wieder ein Riesenerfolg.
„Ma sieht, dass unsere Weiber net schlaffa“, stellte Vorstand Helmut Mühlbauer stolz fest und gab das Wort an Jugendwart Stefan Meier. Der berichtete von 20 Feuerwehranwärtern zurzeit, nachdem 2017 neun in den Aktivendienst gewechselt sind, aber sechs Nachwuchskräfte dazugewonnen werden konnten. Die Jugendlichen wählten Anfang 2017 eine neue Führung und beteiligten sich vielfach an den Veranstaltungen der Vilzinger Wehr, wie der „Rama dama“-Aktion oder dem Maifest, wo sie eine Maibaumwache stellten. Auch wurden viele Übungen abgehalten, um etwa beim Jugendwettbewerb in Chammünster, wo sie mit 15 Teilnehmern die größte Gruppe aus dem KBM-Bereich stellten, oder bei Jugend-Leistungsabzeichen gut abzuschneiden, was auch gelang, etwa bei einer Sammelabnahme der Jugendleistungsspange in Neukirchen b. Hl. Blut.
Natürlich durften auch gesellige Aktivitäten nicht fehlen, wie eine Kanufahrt von Blaibach nach Chamerau zusammen mit den Schachendorfer Kameraden und den Jugendlichen der Lindenbaumschützen oder die Weihnachtsfeier, der sich ein Kegelabend anschloss. Aber auch an der Jungbürgerversammlung der Stadt Cham nahmen die jungen Feuerwehrler teil. „Es is schee, wenn ma euch da unten üben und üben sieht und ihr euch dafür Zeit nehmt“, freute sich Helmut Mühlbauer über seine Feuerwehrjugend und ihre Leiter. 
Der Kassenbericht wies erneut ein leichtes Plus auf, so dass die FFW-Kasse gut gefüllt ist und die Versammlung die Entlastung der Kassenwartin Kathrin Weiß gerne gab. 
Ruhig sei das Jahr verlaufen, meinte Vorsitzender Helmut Mühlbauer, was aber nicht bedeutet, dass nichts los war bei der Feuerwehr Vilzing. Neben elf Geburtstagsgratulationen und der Hochzeitsfeier von Patenbraut Evi Maurer wurde wieder der Maibaum aufgestellt und auch gleich verlost. Der Erlös aus der Aktion wurde vom Verein auf 300 Euro aufgestockt und an die Mutter-Kind-Gruppe Vilzing/Schachendorf übergeben. Wobei sich die Kleinen mehr über die mitgebrachten Gummibärle freuten als über den Scheck. Der Maibaum wurde schließlich an die Gewinnerin Anni Eisenreich „ofenfertig“ geliefert, wobei diese mit ihrem Mann 200 Euro für den neuen Baum spendete. 
Im Mai gab es die Möglichkeit, sich mit neuer Kleidung einzudecken, denn vier Festbesuche standen 2017 an, in Obertraubenbach, Gutmaning, in Chammünster an zwei Tagen und in Loibling. Die 61 Mann starke Truppe beim Festzug in Chammünster machte den Vorsitzenden sehr froh. Selber hielt man ein Gemeinschaftsfest Ende Juli, zu dem Willi Wanninger das Essen und die Damen die Kuchen gespendet hatten. Helmut Mühlbauer wies darauf hin, dass alle Mitglieder an diesem Fest teilnehmen dürfen und sollen, nicht nur die Aktiven. 
Fahnenabordnungen sandte die FFW Vilzing zur Primizfeier von Stefan Hackenspiel in Cham, zur Fronleichnamsprozession und zum Volkstrauertag. Natürlich nahm man an den Veranstaltungen der Dorfvereine teil und es gab wieder den eigenen Faschingsball, der ein großer Erfolg gewesen sei, auch weil viele junge Leute auch von auswärts gekommen waren. Die Einlage der Damen und der Barbetrieb durch die Jugendlichen seien Erfolgsgaranten gewesen. Überhaupt seien die Jugendlichen sehr aktiv, so dass sie von der Schreinerei Berthold neue Übungsgeräte gespendet bekamen. 
Das Gemeinschaftshaus wurde gegen den Holzwurm behandelt, anschließend gab es neue Deckenleuchten und Gemeinschaftsraum und Treppenhaus wurden neu geweißelt. Jetzt stehe noch das Streichen des Fahrzeugraums an und die Errichtung einer Trockenmauer beim Rückeingang. In diesem Zusammenhang dankte Mühlbauer Stadtrat Martin Stoiber, der die Wünsche der Feuerwehr immer gleich an die richtigen Stellen in der Stadt weiterleitet.
Für heuer plant der Vorstand wieder das Aufstellen eines Maibaums, einen Kennenlerntag der Feuerwehr für junge Familien, zusammen mit der FFW Schachendorf, bei drei Hochzeiten werde man Spalier stehen, Festbesuche stehen in Untertraubenbach sowie beim Jubiläumsfest der DJK Vilzing an. Auch der Gemeinschaftsabend soll wieder stattfinden, der Faschingsball ist für den 12. 1. 2019 terminiert. Zum Ball bemerkte der Vorsitzende, dass dessen Erfolg von der Teilnahme der Mitglieder abhängt und nicht vom Kommen Auswärtiger. Denn dann stelle sich die Frage, ob die FFW Vilzing weiter einen Ball organisiert, wenn keine oder nur wenig Vilzinger kommen. 
„Die Vorstandschaft macht es gut“, meinte Fahnenmutter Agnes Mühlbauer in ihrem Grußwort. Da sei Harmonie drin. Und sie griff die Bitte des Kommandanten auf und appellierte an die Aktiven, zum Gerätehaus zu kommen, wenn die Sirene geht, damit der Kommandant nicht umsonst wartet. Dank sagte sie den beiden Jugendwarten, die viel Zeit für die Jugendlichen investierten. Sie habe ihnen bei der Ablegung des Jugendleistungsabzeichens eine Brotzeit versprochen, doch waren da einige bereits zu alt für die Prüfung. Deshalb habe ihr Vater die Jugendlichen mit den Übungsgeräten unterstützt. 
KBM Thomas Wittmann stellte sich kurz vor, lobte die Aktivitäten der Vilzinger Wehr und blickte auf das Jahr 2017 im KBI-Bereich zurück, das gleich sehr turbulent begonnen habe. Er verwies auf geplante Lehrgänge und die Altkleidersammlung der Feuerwehren am 21. April, mit deren Erlös wieder die Jugendarbeit unterstützt werden soll. Vor allem die Jugendlichen der Wehr lobte Stadtrat Martin Stoiber und auch die Aktion mit dem Kindergarten, die schon die Kleinen neugierig auf die Feuerwehr mache. Ebenso sinnvoll sei die verstärkte Zusammenarbeit mit der FFW Schachendorf.
Stadtrat Klaus Kernbichl ging auf den Feuerwehr-Bedarfsplan der Stadt ein stellte der FFW Vilzing ein Mehrzweckfahrzeug in Aussicht. Der Plan mache auch deutlich, dass die Zusammenarbeit mit Schachendorf von Vorteil ist und beide Wehren gemeinsam alarmiert werden sollen zur Sicherstellung der Tagbereitschaft. Kommandant Andreas Lankes ergänzte, dass der Bedarfsplan die Ist-Situation erfasst und die Alarmierungswege aufzeigt. Eigentlich sollten die Hilfskräfte nach der Alarmierung in zehn Minuten am Einsatzort sein. Doch in Vilzing vergehe schon Zeit im Gerätehaus, bis die Feuerwehrler die passende Kleidung gefunden haben. Hier wären Spinde für die Aktiven sinnvoll. Der Plan sehe auch vor, dass im Vilzinger Umkreis ein hydraulischer Rettungssatz eingerichtet werden sollte und dass Vilzing in den nächsten fünf Jahren ein neues Feuerwehrauto (Ersatz LF8/6) bekommen sollte. 
Doch vorerst wurden erst mal die Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Thomas Attenberger und Fritz Stelzl mit einer Urkunde ausgezeichnet, 40 Jahre sind es bei Josef Hausladen und 50 Jahre sind Josef Janker und Ehrenkommandant Max Brunner bei der FFW Vilzing. Wie gesagt, durch die neue Festlegung der Kriterien für die Dienstgrade gab es eine ganze Reihe von Beförderungen. Hier die der anwesenden FeuerwehrlerInnen: Feuerwehrmann/frau: Martin Attenberger, Jonas Fischer, Christina Irrgang, Lena Irrgang, Elisabeth Zistler, Katharina Zistler. Oberfeuerwehrmann/frau: Martin Brunner, Thomas Haller, Erna Meier, Martin Meier, Stefan Meier, Katrin Reitinger, Stephan Wagner, Christoph Zistler. Hauptfeuerwehrmann/frau: Helmut Baumgartner, Agnes Mühlbauer, Helmut Mühlbauer, Franz Zistler. Löschmeister: Hermann Karl, Manfred Lex, Markus Töpfl. Hauptlöschmeister: Andreas Lankes und Josef Stelzer.
Zum Schluss kündigte Kommandant Andreas Lankes noch die Abnahme von Leistungsabzeichen heuer an und Vorstand Helmut Mühlbauer bat um tatkräftige Unterstützung seitens der Mitglieder bei den eigenen Veranstaltungen, Übungen, Einsätzen und den Festbesuchen. „Der Vorstand alloa kann des net machen.“

 

Donnerstag, 19. Juli 2018

Designed by LernVid.com